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Scharlach

Scharlach ist eine durch Bakterien hervorgerufene Infektionskrankheit, die meist Kinder zwischen dem 5. und 10. Lebensjahr befällt. Die Erreger werden von Mensch zu Mensch übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 7 Tagen kommt es zu plötzlich einsetzendem hohem Fieber mit Erbrechen, Kopf- und Bauchschmerzen sowie Schluckbeschwerden. Die Lymphknoten an Kopf und Hals schwellen an, die Zunge ist zunächst weiß belegt und einige Tage später himbeerrot. Einen Tag nach Krankheitsbeginn zeigt sich ein Ausschlag, der aus roten, stecknadelkopfgroßen Flecken besteht. Der Ausschlag tritt zunächst an der Brust, dann am ganzen Körper mit Ausnahme des Gesichtes auf. Nach etwa einer Woche klingt der Ausschlag ab, und die Haut beginnt sich abzuschuppen. Abweichend vom normalen Krankheitsverlauf kann es zu Mittelohr-, Lymphdrüsen- oder Gehirnhautentzündung kommen. Die Bakteriengifte können Herz- und Nierenerkrankungen hervorrufen. Die Behandlung erfolgt mit Penicillin. Um Ansteckung zu verhindern, muss der Erkrankte isoliert werden. Eine Impfung gegen Scharlach ist möglich, jedoch wegen der Milde des Krankheitsverlaufs und der Gefahr der Impfkomplikationen nicht angezeigt.

Entnommen aus: "Taschenlexikon Gesundheit", Pädagogischer Verlag Schwann