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Der Schlaf
Im Schlaf werden die Energiereserven des menschlichen Körpers für den nächsten Tag erneuert. Der Schlaf ist für den Körper ein natürlicher Entspannungszustand mit veränderter Bewußtseinslage. Die Muskulatur entspannt sich, der Blutdruck sinkt leicht ab, das Herz schlägt langsamer, der Stoffwechsel wird verlangsamt, die Körpertemperatur wird herabgesetzt und der Körper erholt sich.
Verantwortlich für diesen Entspannungszustand ist der Parasympathikus. Er ist neben dem Sympathikus ein Bestandteil des vegetativen Nervensystems, das die inneren Aktivitäten des Körpers, den Kreislauf, die Atmung etc. regelt.
Beide Teile, Sympathikus und Parasympathikus, haben eine entgegengesetzte Wirkung. Während das parasympathische System vom Körper zur Erholung und Energieeinsparung benutzt wird, hat das sympathische System eine anregende Funktion, so dass der Stoffwechsel erhöht wird, das Herz schneller schlägt, der Blutfluß im Gehirn verstärkt wird etc.
Der Schlaf verläuft in verschiedenen Phasen. Man unterscheidet zwischen REM-Schlafphasen und Tiefschlafphasen (Non-REM-Phasen).
Die REM-Phasen (REM = Rapid Eye Movements) sind gekennzeichnet durch rasche, ruckartige Augenbewegungen. In diesen Phasen ist das Gehirn aktiver als in den Tiefschlafphasen, die Atmung ist schneller, das Herz schlägt schneller und die Blutflußgeschwindigkeit ist höher und unregelmäßiger. Als man die REM-Phasen entdeckte, glaubte man, dass nur in diesen Phasen geträumt wird. Diese Annahme ist jedoch nicht richtig, da auch in den anderen Phasen geträumt wird. Die Träume in den REM-Phasen sind allerdings affektiver und es fällt einem leichter, sich an sie zu erinnern.
Etwa zehn Minuten nach dem Einschlafen erreicht man die erste Tiefschlafphase, die bis zu 80 Minuten dauert. Darauf folgt die erste REM-Phase. In einer Nacht hat man zwischen vier und fünf REM-Phasen, die sich mit den Tiefschlafphasen abwechseln. Die Tiefschlafphasen werden bis zum Erwachen kürzer, die REM-Phasen dagegen werden länger und können dann manchmal bis zu eine Stunde dauern.
Es kommt oft vor, dass man zwischen den einzelnen Phasen aufwacht, aber wenn man innerhalb von einer Minute wieder einschläft, so bemerkt man dies nicht.
Wieviel Schlaf ein Mensch benötigt ist individuell sehr verschieden. Man kann jedoch sagen, dass Säuglinge etwa 20 Stunden Schlaf brauchen und erwachsene Menschen im Durchschnitt 7 oder 8 Stunden. Ältere Menschen benötigen weniger Schlaf und mehrere Ruhepausen über den ganzen Tag verteilt.
Insgesamt verbringt der Mensch ungefähr ein Drittel seines Lebens im Schlaf.
Tips für einen erholsamen Schlaf
Dass man nicht jede Nacht gleich gut schläft, ist ganz normal und kann vom Körper auch meist recht gut verkraftet werden. Was aber kann man tun, wenn man sich mehrere Nächte hintereinander schlaflos von einer Seite auf die andere dreht oder nachts wach wird und dann nicht wieder einschlafen kann? Eine solche Schlafstörung kann das Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und die Konzentrationsfähigkeit stark beeinträchtigen.
Darum sollten Sie als erstes versuchen, die Ursachen für die Schlafstörung herauszufinden und diese zu beseitigen.
Mögliche Auslöser für eine Schlafstörung können



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seelische Probleme,
Stress,
Leistungsdruck,
zu schwer verdauliches Essen am Abend,
übermäßiger Alkoholgenuß,
zuviel Kaffee,
Lärm,
schlechte Luft,
ein unregelmäßiger Tagesablauf
oder auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein.
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Daraus ergeben sich folgende Maßnahmen, um das Einschlafen zu erleichtern:
Die erste Voraussetzung für eine erholsame Nacht ist ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus. Deswegen sollten Sie abends immer zur gleichen Zeit schlafen gehen und morgens zur gleichen Zeit aufstehen, sofern ihre Berufstätigkeit dies zuläßt. Wenn man in der Nacht von Sonntag auf Montag Schwierigkeiten mit dem Einschlafen hat, dann liegt es meist daran, dass man Freitag und Samstag später als gewöhnlich zu Bett gegangen ist und auch morgens länger geschlafen hat. Zudem sollten Sie auf den Mittagsschlaf verzichten.
Von Bedeutung ist auch die richtige Raumluft. Die Temperatur in Ihrem Schlafzimmer sollte nicht über 18°C, aber auch nicht unter 16°C liegen.
Auch regelmäßiges Lüften des Schlafzimmers, insbesondere direkt vor dem Zubettgehen, ist eine wichtige Maßnahme.
Einige Dinge sind zu nennen, die Sie vor dem Schlafengehen machen oder auch nach Möglichkeit vermeiden sollten:
Kurz vor dem Zubettgehen sollten Sie nicht mehr körperlich aktiv sein, also keinen Sport treiben, sondern sich bewußt entspannen. Regelmäßiger Sport am Morgen oder am frühen Nachmittag kann allerdings die Schlaftiefe verbessern.
Vor dem Zubettgehen sollten Sie Abschalten und ihre innere Ruhe finden. Grübeln sie nicht länger über Probleme des Tages nach.
Auch das Rauchen ist für das Einschlafen nicht förderlich. Weiterhin sollten Sie abends keinen Kaffee oder coffeinhaltige Getränke trinken.
Ein Glas Wein oder Bier vor dem Zubettgehen kann dagegen hilfreich sein, mehr Alkohol beeinträchtigt jedoch den Schlafrhythmus.
Schwer verdauliche Mahlzeiten am Abend sind ebenfalls zu vermeiden. Eine kleine Mahlzeit wie ein Stück Käse oder ein Apfel könnte Ihnen jedoch beim Einschlafen helfen.
Ein gutes Hausrezept mit beruhigender Wirkung ist eine Tasse warme Milch mit Honig. Die Milch sollte jedoch nicht über 50°C erhitzt werden, da sonst die Wirkstoffe im Honig zerstört werden.
Beruhigend wirken auch Tees aus Baldrianwurzel, Melisse, Hopfen oder Passionsblume. Aufgüsse aus diesen Heilpflanzen können Sie auch als Badezusätze verwenden. Achten Sie jedoch darauf, dass das Badewasser nicht zu heiß ist.
Wenn Ihnen das Einschlafen trotz allem noch schwerfällt, sollten Sie nicht länger als 30 Minuten wach im Bett liegen. Sonst beginnt leicht ein Teufelskreis, denn je angestrengter Sie sich bemühen einzuschlafen, desto weniger wird es Ihnen gelingen. Stehen Sie also lieber noch einmal auf und beschäftigen Sie sich mit Tätigkeiten, die Ihnen Spaß machen und die entspannend sind. Sie könnten z.B. lesen, bis Sie wieder müde werden und dann wieder ins Bett gehen.
Eine weitere Möglichkeit, diesem Teufelskreis zu entgehen ist es, sich zum Wachbleiben zu zwingen. Bemühen Sie sich also, möglichst lange die Augen offen zu halten. Anstatt zu versuchen das "Spontanphänomen" Schlaf mit dem Willen zu bewirken, sollten sie das Symptom der Schlaflosigkeit absichtlich verlängern (nach Watzlawick/Weakland/Fisch, 1997).
Sie sollten auch nicht dauernd auf die Uhr schauen, sondern diese von sich weg drehen.
Wenn Ihnen keiner dieser Ratschläge helfen kann und die Schlafstörung länger andauert als drei Wochen, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rate gezogen werden. Von einer längeren Einnahme von verschreibungspflichtigen Schlafmitteln wird abgeraten, da es sehr schnell zu einer Abhängigkeit kommen kann.
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