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Durchfall, Reisedurchfall und -verstopfung
Von Verdauungsschwierigkeiten wie Durchfall oder Verstopfung bleiben viele Menschen im Urlaub nicht verschont. Meist werden diese durch eine Ernährungsumstellung, durch ungewohnte Nahrungsmittel oder durch Viren und Bakterien im Essen, insbesondere in warmen Urlaubsländern, hervorgerufen. Durch eine Klima- und Zeitumstellung kann die Anfälligkeit unseres Verdauungssystems zusätzlich verstärkt werden.
Weitere mögliche Ursachen für einen Durchfall können z. B. Nahrungsmittelallergien oder -vergiftungen, Stress, bestimmte Medikamente oder Reizdarm sein.
Als Ursachen für Verstopfung kommen außerdem z.B. Bewegungsmangel, psychische Probleme, Streß, zu geringe Trinkmenge, Medikamenteneinnahme, langfristige Einnahme von Abführmitteln, Schwangerschaft und ballaststoffarme Ernährung in Frage.
Durchfall
Durchfall (Diarrhoe) ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen für eine Darmerkrankung. Er ist eine Reaktion unseres Körpers, um schädliche Stoffe wie Viren oder Bakterien möglichst schnell wieder loszuwerden. Durch eine erhöhte Darmtätigkeit und vermehrten Flüssigkeitseinstrom aus dem Körper in den Darm kommt es zu häufigen und flüssigen Entleerungen des Darms. Oft wird ein Durchfall von Bauchkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen begleitet.
Wie kann man sich vor Durchfall schützen?
Um die Gefahr, einen Durchfall zu bekommen gering zu halten, sollten einige Regeln beachtet werden. Diese gelten besonders in warmen Ländern.
Vorsichtig sollten Sie mit Leitungswasser sein. Bevorzugen Sie lieber in Flaschen abgefülltes Wasser und andere Getränke aus Flaschen. Auch auf Eiswürfel sollten Sie lieber ganz verzichten. Eine andere Alternative ist es, das Wasser vorher abzukochen, um dadurch alle Bakterien und Keime abzutöten. Auch beim Zähneputzen sollten Sie Wasser aus Flaschen oder abgekochtes Wasser verwenden.
Bei einigen Lebensmitteln sollten Sie auch eher vorsichtig sein. Verzichten Sie lieber auf Speiseeis, auf Eier und Speisen in denen Eier, bzw. Mayonnaise enthalten sind, auf unpasteurisierten Käse und andere unpasteurisierte Milchprodukte. Gefährlich können auch rohe Lebensmittel, besonders Fleisch, Fisch und Meerestiere sein. Obst sollten Sie grundsätzlich schälen. Bekannt ist auch, dass häufig Wassermelonen, um ihr Gewicht zu erhöhen, noch mit Leitungswasser gespritzt werden. Also sollten Sie auch hiermit vorsichtig sein.
Was kann man gegen Durchfall tun?
Meist verläuft Reisedurchfall harmlos und die Symptome klingen von selbst wieder ab. Medikamente sind nicht immer nützlich, da mit dem Durchfall schädliche Stoffe schnell ausgeschieden werden sollen und diese Reaktion durch Medikamente gebremst wird.
Behandlung von Durchfall
- leichte Speisen ohne
Reizstoffe verzehren
- viel Flüssigkeit aufnehmen
(kein Alkohol o. Kaffee!)
- Salzhaushalt wieder
ausgleichen
- wenn keine Besserung
auftritt oder der Stuhl blutig wird - Arzt aufsuchen!
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Bei einem starken Durchfall sollten Sie anfangs ein bis zwei Tage lang nichts essen. Dann sollten Sie einige Zeit nur leichte Speisen zu sich nehmen und Reizstoffe meiden. Zu empfehlen sind auch Bananen, Brühe, Reis und Zwieback. Geriebener Apfel bindet schädigende Stoffe.
Bei Durchfall sollten Sie viel und regelmäßig trinken, um den hohen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wird der Verlust nicht ausgeglichen, so besteht die Gefahr, dass Sie Kreislaufprobleme bekommen. Von Alkohol und Kaffee ist abzuraten. Auch der Elektolytenverlust sollte ausgeglichen werden. Dazu gibt es spezielle Präparate, die Natrium, Kalium, Chlorid und Glucose enthalten. Sie können auch Traubenzucker (5 Teelöffel) und Kochsalz (1/2 Teelöffel) in Wasser lösen. Cola und Salzstangen sind ebenfalls geeignet.
Es gibt einige Heilpflanzen, die gegen Durchfall wirksam sind, und zwar Echte Brombeere, Frauenmantel, Gänsefingerkraut, Heidelbeere, Jambulbaumrinde, Johannisbeere, Odermennig, Perlenschnur, Uzarawurzel und Indischer Wegerich.
Hilfreich ist auch Schwarzer Tee, allerdings sollte er länger ziehen als gewöhnlich.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
Ist nach drei Tagen noch keine Besserung eingetreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn dann kann die Einnahme eine Antibiotikums notwendig sein. Auch sobald der Stuhl sehr wäßrig ist oder versetzt ist mit Blut oder Schleim, sollten sie zum Arzt gehen.
Dies ist auch ratsam, wenn zusätzlich zu Durchfall noch Übelkeit, Erbrechen, starke Bauchschmerzen oder Fieber auftreten, oder wenn sich Durchfall mit Verstopfung abwechselt.
Kinder und Säuglinge sollten mit einem Durchfall immer in ärztliche Behandlung.
Verstopfung
Dass man nicht jeden Tag Stuhlgang hat, ist ebenso normal, wie eine Stuhlgangshäufigkeit bis zu dreimal am Tag. Von Verstopfung (Obstipation) spricht man erst dann, wenn der Stuhlgang mehrere Tage lang ausbleibt oder zu hart und trocken ist.
Bei zu seltenem Stuhlgang wird der Nahrung immer mehr Wasser entzogen, dies verursacht zunehmend Schwierigkeiten beim Stuhlgang, Völlegefühl im Bauch und manchmal auch Blähungen, Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe.
Wie kann man einer Verstopfung vorbeugen?
Zur Vorbeugung einer Verstopfung können Sie regelmäßig morgens auf nüchternen Magen getrocknete Pflaumen oder Feigen essen. Am besten wirken diese, wenn sie vorher über Nacht in lauwarmes Wasser gelegt werden.
Auch Sauerkraut hat eine vergleichbare Wirkung auf unsere Verdauung.
Leiden Sie häufig unter Verstopfung, so ist eventuell eine Ernährungsumstellung ratsam. Möglicherweise nehmen sie zu wenig Ballaststoffe zu sich. Besonders viele Ballaststoffe sind in Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.
Einen positiven Einfluß auf die Verdauung hat regelmäßige Bewegung. Achten Sie auch auf eine ausreichende Trinkmenge.
Den Stuhlgang sollten Sie nie unterdrücken.
Behandlung einer Verstopfung
- viel Flüssigkeit aufnehmen
- Trockenpflaumen, Feigen
oder Sauerkraut essen
- ballastreiche Kost zu
sich nehmen
- Heilpflanzenprodukte
können unterstützend eingesetzt werden
- wenn keine Besserung
auftritt - Arzt aufsuchen
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Was kann man bei Verstopfung tun?
Auch bei Verstopfung sollten Sie sehr viel Flüssigkeit zu sich nehmen, insbesondere schon vor dem Frühstück. Trockenpflaumen und -feigen und Sauerkraut helfen nicht nur als vorbeugende Maßnahme.
Auch die zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen, wie Leinsamen oder Weizenkleie, ist eine geeignete Maßnahme. Abführende Medikamente sollten nur in Ausnahmefällen genommen werden, denn bei häufiger Einnahme können diese zu einer Verschlechterung der Darmtätigkeit führen.
Eine Vielzahl von Heilpflanzen ist gegen Verstopfung wirksam. Diese sind Aloe, Faulbaumrinde, Hibiskus, Kreuzdornbeeren, Manna-Esche, Rizinusöl, Sennes, Indischer Flohsamen. Generell gilt, dass man sie möglichst gering dosieren sollte und dass bei einer Einnahme über einen längeren Zeitraum ein Arzt zu Rate gezogen werden sollte.
Eine abführende Wirkung hat auch Lactose-Pulver.
Wann sollten Sie einen Arzt zu Rate ziehen?
Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn zusätzlich auch noch Fieber, Übelkeit oder Schmerzen auftreten, wenn Verstopfung im Wechsel mit Durchfall auftritt, bei Blut im Stuhl oder wenn die Verstopfung zu lange anhält.
Auch wenn Verstopfung als Nebenwirkung eines Medikamentes auftritt, sollten Sie Rücksprache mit einem Arzt halten.
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