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Didaktische und methodische Hinweise zum Verlauf


Benötigtes Material für diese Kurseinheit:
  • Overheadprojektor
  • Papiertaschentücher
  • Fenchelsamen
  • Anissamen
  • duftende Heilfplanzendroge
  • Teelichter (1/Teilnehmer)
  • Wasserbad
  • Streichhölzer
  • Diaprojektor
  • ätherische Öle (ca. 3 verschiedene, z.B. japanisches Heilpflanzenöl)
  • 1 Kordel
  • Gläser (1/Teilnehmer)
  • Baumwollfäden (ca. 5 cm lang)
  • Lavendelöl
  • Stofftuch
  • Einige der folgenden Pflanzenarten (je nach Saison auswählen):
  • Baldrian
  • Hofpen
  • Johanniskraut
  • Kamille
  • Lavendel
  • Melisse
  • Rosmarin
  • Die aufgeführten Gemüsesorten sind auch als Dia im Anhang des Onlinekurses zu finden

    Diese Kurseinheit hat neben einer theoretischen Einführung in die Thematik wiederum eine starke praktische Gewichtung.

    Ab der 0. Minute

    Die Seminareinheit sollte dadurch eingeleitet werden, daß der Seminarleiter verschiedene ätherische Öle auf Tücher (Papiertaschentücher) träufelt und diese im Kursraum verteilt.
    Den Seminarteilnehmern sollen nach der Vorgabe didaktischer Impulse Vermutungen äußern, wie und wo aus Heilpflanzen gewonnene ätherische Öle überhaupt Heilwirkung zeigen können. Die gewonnenen Ergebnisse sollten an dieser Stelle unkommentiert im Raum stehen gelassen werden. Im Verlauf dieser Kurseinheit sollten die einzelnen Vermutungen dann entweder bestätigt oder revidiert werden.

    Ab der 5. Minute

    Im Folgenden soll der Fragestellung nachgegangen werden, wie man die Wirkung der ätherischen Öle nutzen kann. Eine der häufigsten verwendeten Methoden ist die gezielte Inhalation der ätherischen Öle. Dies soll den Seminar- teilnehmern anhand eines kurzen praktischen Einschubes dargestellt werden.
    Mit Hilfe der Folien können die häufigsten Inhalationsformen (referierend) vorgestellt werden. Im Anschluß an diesen theoretischen Exkurs sollte jeder Teilnehmer die sog. "Trocken-Schnell-Inhalationsmethode" ausprobieren bzw. üben.

    Benötigt werden dazu (pro Person):
    1 Papiertaschentuch
    3-4 Tropfen ätherisches Öl (zu empfehlen: Japanisches Heilpflanzenöl oder Pfefferminzöl)

    Nach diesem kleinen Exkurs soll auf die Herstellungs- möglichkeiten von ätherischen Ölen aus Heilpflanzen eingegangen werden.

    Als kleine Einführung in diesen Abschnitt teilt der Seminarleiter verschiedene Samen aus, die reich an ätherischen Ölen sind. Die Teilnehmer sollten beim Zerkauen dieser Samen die ätherischen Öle schmecken.

    Benötigt werden dazu (pro Person):
    einige Fenchel- oder Anissamen (in jeder Apotheke erhältlich)

    Ab der 19. Minute

    Aus dieser Erfahrung sollte die Fragestellung abgeleitet werden, wie ätherische Öle überhaupt aus den verschiedenen Heilpflanzenteilen gewonnen werden können. Vorab muß festgestellt werden, daß die Gewinnung von ätherischen Ölen aus Heilpflanzen sehr mühsam und aufwendig ist. Ob man bereit ist, sich diese Arbeit zu machen oder auf Fertigpräparate ausweicht, muß natürlich jeder selber entscheiden.
    Es soll an dieser Stelle nur kurz dargestellt werden (mit Hilfe einer Folie), welche Möglichkeiten der Gewinnung von ätherischen Ölen es überhaupt gibt. Wenn eine detaillierte Darstellung der Herstellungsmöglichkeiten gefragt ist, sollte auf Fachliteratur verwiesen werden.

    Ab der 24. Minute

    Im Anschluß an die verschiedenen Herstellungsverfahren ist es notwendig, die Teilnehmer auf die Notwendigkeit der Reinheit der ätherischen Öle hinzuweisen.
    Bei der Aromatherapie ist es außerordentlich wichtig, daß die ätherischen Öle in möglichst reiner Form aus der sog. Stammpflanze vorliegen. Zwar gibt es auch naturidentische Öle, doch diese besitzen fast immer eine Reihe synthetischer Nebenprodukte, da eine chemische Synthese nie zu 100 % gelingt. Zudem wird die volle Wirksamkeit des Öls häufig erst durch Spurenkomponenten, die in dem ätherischen Öl der Stammpflanze enthalten sind, erreicht.
    Man erhält solche ätherischen Öle in Fachgeschäften oder Filialen von verschiedenen, darauf spezialisierten Firmen(ketten) (z. B. Colimex, KosmetikBazar, Spinnrad, Omikron).
    Es erscheint deshalb notwendig, daß die Teilnehmer über die Wichtigkeit des richtigen Öls als Grundlage der Aromatherapie genau informiert werden (Folie).

    Ab der 28. Minute

    Zunächst sollen einige Grundlagen über die Aromatherapie gelegt werden, im Anschluß können praktische Anwendungsmöglichkeiten vorgestellt werden.
    Die Aromatherapie ist eine ganzheitliche Therapieform, die bei einfachen Infektionskrankheiten, zum Ausgleich von Streßsituationen und deren nicht unerheblichen Folgeerscheinungen sowie zur nebenwirkungsarmen Linderung von chronischen Erkrankungen eingesetzt werden kann. Sie wird deshalb als ganzheitlich bezeichnet, weil nicht nur einzelne Symptome bekämpft werden, sondern die gesamte Abwehrfähigkeit des Körpers gesteigert werden und eine psychische Ausgeglichenheit erreicht werden soll.
    Die Aromatherapie zeigt nicht selten eine sehr schnelle positive Wirkung auf den Gesundheitszustand. Zeigt die Behandlung aber nach kurzer Zeit keine Besserung, ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, um die Erkrankung frühzeitig zu behandeln.
    Auch hier kann mit Hilfe einer Folie eine kurze Einführung in die Grundlagen der Aromatherapie gegeben werden.
    Neben einer Ausführung, um was es sich bei der Aromatherapie handelt, sollen den Seminarteilnehmern die verschiedenen Wirkungs-/ Anwendungsmöglichkeiten der Aromatherapie (mit Hilfe der Folie) vorgestellt werden.

    Welche Krankheiten können besonders gut mit Hilfe der Aromatherapie therapiert werden?
    Dazu sollten den Teilnehmern die vorgefertigten Informationsblätter ausgeteilt werden und diese kurz mit den Teilnehmern besprochen werden.
    Bei den aufgeführten Erkrankungen besteht durch den Einsatz der Aromatherapie eine gute Chance auf Heilung.

    Mit Hilfe eines Arbeitsblattes können im Anschluß an diesen Theorieteil die wichtigsten Inhalte nochmals in Erinnerung gerufen werden.
    Die Teilnehmer sollten direkt im Anschluß das Ergebnis des Tests für sich selbst bestimmen.

    Ab der 42. Minute

    Es folgt ein Praxisblock, in dem weitere Anwendungs-/ Einsatzmöglichkeiten vorgestellt werden.

    Eine sehr einfache Möglichkeit des Einsatzes von Heilpflanzen mit ätherischen Ölen ist die Herstellung sog. Duftkissen.
    Da die Herstellung eines Duftkissens sehr einfach ist, reicht eine Darstellung in der Form eines Demonstrationsversuch (mit Unterstützung der Folie) völlig aus.

    Zum Abschluß dieses Kursabschnittes sollten die Teilnehmer in Gruppenarbeit eine Duftkerze mit ätherischem Öl herstellen.

    Benötigt werden pro Gruppe:
    1 Glas
    1 Teelicht je Gruppenmitglied
    Wasserbad (entweder 1 großes Wasserbad oder für jede Gruppe ein eigenes, kleines Wasserbad)
    2 ml (4 Tropfen) Lavendelöl je Gruppenmitglied
    1 Feuerzeug oder Streichhölzer, um die Duftkerze anzuzünden.

    Die Gruppengröße ist variabel, sie sollte sich nach der Teilnehmerzahl und der benötigten Menge an Arbeitsplätzen richten.

    Ab der 60. Minute

    Den Abschluß des Seminars bildet die Behandlung nervöser Unruhezustände und Streß mit Hilfe von Heilpflanzen. Hier sollten wieder (unter Verwendung der Informationsblätter) einige Heilpflanzen vorgestellt werden, die besonders geeignet sind, um bei diesen Beschwerden Abhilfe zu schaffen.
    Als vorzustellende Stoffklasse bieten sich bei dieser Kurseinheit selbstverständlich die ätherischen Öle an. Auf eine vertiefende Einführung in die chemisch/physiologischen Grundlagen dieser Stoffklasse sollte verzichtet werden.


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