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Beifuß

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- Name:
- Beifuß
- Botanischer Name:
- Artemisia vulgaris
- Englischer Name:
- Mugwort
- Familie:
- Korbblütler(Asteraceae)
- Herkunft:
- Die Steppen Russlands.
- Hauptanbauländer:
- Asien, Nordamerika, Europa
- Heilwirkung:
- Wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, krampflösend, schweißtreibend,
beruhigend, gegen Blähungen, bei Blasenentzündungen, bei chronischer
Eierstockentzündung, Durchblutungsfördernd, Galle treibend, Menstruationsfördernd,
gegen Muskelkater, bei Gebärmutterkrämpfen, müden Beinen, Nervenanspannung,
Neuralgien, Schlafstörungen, Wechseljahrsbeschwerden. Wirkt zudem Wehenfördernd.
- Verwendeter Teil der Pflanze:
- Das ganze Kraut und die Wurzel.
- Inhaltsstoffe:
- Thujon (giftig), Kampfer, Cineol, Psilostachin, Linalool
- Allgemeine Infos:
- Nutzung als Heil- und Küchenkraut. Produziert außerdem einen gelben
Farbstoff mit Hilfe dessen Stoffe mattgrün gefärbt werden können.
- Herkunft des Pflanzennamens:
- Artemísia <Beifuß, Wermut, Edelraute>: lat. artemisia
<Beifuß> (Plin. 25, 73) < gr. artemisia <ds.> (Diosk.); dieser
antik relativ spät erscheinende Name (erst ab l. Jh. n. Chr.) ist offenbar
wie der jetzige Gatt.Name eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Arten
der Gatt. Artemisia, die wegen ihrer Inhaltsstoffe we-niger als Gewürz- denn
als Heilpflanzen, besonders in bezug auf Frauenleiden, angesehen und daher zum
Namen der Artemis Eileithyia (Pausan. 3,17,1) gestellt wurden, die in ihrem ältesten
Kult als Frauen- und Heilgöttin erscheint (Kl. Pauly 1,618-25); vgl. Strömberg
100, Frisk l,153 f. (der auch Anlehnung an gr. artemía <Gesundheit>,
artemés <frisch, gesund> erwägt); die Zuordnung zu Artemisia,
Gattin und Schwester des Maussolos, bei Plin. ist nicht nachvollziehbar. Nach
Garns 1,625 ineinten die Griechen damit 4 «Untergattun-gen» (= Arten):
l) die Eberraute und den Beifuß: gr. abrótonon, habrótanon,
habrótonon (A. abrotanum, pontica, vulgaris), 2) den Wermut: gr. apsínthion
(A. absinthium), 3) den Meer-Wermut: gr. seríphion (Diosk.) = apsínthion
thalássion (Theophr.) (A. maritima, santonica), während die 4. Art,
die Gams anführt, nämlich der Estragon, aufgrund seines Herkunftsgebiets
antik doch unbekannt gewesen ist. - Vgl. auch Armeria!
(Aus: Genaust, 2005, S. 79)
vulgáris (Alchemilla, Aquilegia, Berberis, Calluna, Lysimachia usw.)
<gemein, gewöhnlich>: Artepitheton bereits vorlinn. häufig <
lat. vulgaris <allgemein bekannt, gewöhnlich> (zu volgus, vulgus <das
gemeine Volk>); bezogen auf weitverbreitete Arten, zumeist als bekannteste
ihrer Gatt. auch weithin namentlich vertraut (vgl. trivialis).
(Aus: Genaust, 2005, S. 691)
- PubMed:
Abstrakt
- Beifuß
Abstrakt
- Beifuß
- Literatur:
-
- Vermeulen, N. Kräuter Enzyklopädie (S. 55). Nebel Verlag GmbH, Eggolsheim
-
- Genaust, H. (2005). Etymologisches Wörterbuch der Botanischen Pflanzennamen.
3. Auflage. Birkhäuser Verlag, Basel, Schweiz
- Internet:
-
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/beifuss.htm
-
http://www.tee.org/BHSD/Beifuss.html
- Weiterführende Literatur:
-
- Asi, H. (1988): Gewürze als Arzneimittel
-
- Dressendörfer, W. (2003): Blüten, Kräuter und Essenzen. –
Thorbecke. Ostfildern
-
- Glatzl, H. (1968): Die Gewürze. Ihre Wirkungen auf den gesunden und kranken
Menschen
-
- Richardson, Mervyn [Hrsg.]; Gangolli, Sharat [Hrsg.]. The Dictionary of Substances
and their effects. - Royal Society of Chemistry. Cambridge
-
- Zeitschrift für Arznei- und Gewürzpflanzen. – Agrimedia. Bergen,
Dumme
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