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Schöllkraut, Großes
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Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre
Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

Bild-Quelle: Adolphi, Klaus; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität
zu Köln
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- Name:
- Schöllkraut, Großes
- Botanischer Name:
- Chelidonium majus LINNÉ
- Umgangssprachlicher Name:
- Warzenkraut
- Sonstige, umgangssprachliche Namen:
- Wasserkraut
- Maikraut
- Wanzenkraut
- Beschreibung:
- Das zur Familie der Mohngewächse zählende Große Schöllkraut ist eine ausdauernde, giftige Krautpflanze. Aus dem dicken Wurzelstock treibt ein bis zu 1m hoher, etwas haariger Stengel. Mit behaarten, wechselständigen zu Fiedern angeordneten Blättern und gelben, in Dolden stehenden Blüten. Die Samen befinden sich in einer länglichen Kapsel. Die gesamte Pflanze enthält eine gelblichweiße, ätzende Milch.
- Vorkommen:
- Herkunft: Europa; in gemäßigten und subtropischen Gebieten.
Standort: Schuttplätze, steiniger Grund, neben Mauerresten, schattige Haine, unter Ufergebüsch, Wege, Zäune, ungepflegte Gärten, Parks
- Wirkung:
- Ausreichend gesichert ist die papaverinartige (Papaver = Mohn), leicht spasmolytische (krampflösende) Wirkung im oberen Verdauungstrakt.
- Nebenwirkung:
- Bei bestimmungsgemäßer Anwendung keine.
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Krampfartige Beschwerden im Bereich der Gallenwege und des Magen-Darmtraktes.
- Dosierung und Art der Anwendung:
- Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Mittlere Tagesdosis 2 bis 5 g der Droge bzw. 12 - 30 mg Gesamtalkaloide, berechnet als Chelidonin.
Art der Anwendung: Geschnittene Drogen, Drogenpulver oder Trockenextrakte für flüssige und feste Darreichungsformen zur inneren Anwendung.
- Hinweis:
- Volkstümlich wird der frische Milchsaft des Schöllkrauts als Warzenbekämpfungsmittel eingesetzt.
- Besondere Hinweise:
- Von einer Selbstmedikation wird abgeraten!
- Wirkstoff/Droge:
- Schöllkraut, bestehend aus den zur Blütezeit gesammelten, getrockneten, oberirdischen Teilen von Chelidonium majus LINNÉ sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Das Kraut enthält mindestens 0,6 % Gesamtalkaloide, berechnet als Chelidonin und bezogen auf die wasserfreie Droge.
- Literatur:
- Bundesanzeiger
- Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
- "Die besseren Pillen - Band 2" ; Mosaik Verlag
- Präparate:
- Aristochol Konzentrat (Granulat oder Kapseln)
- Chelidophyt Dragées
- Cholarist Tabletten
- Choleodoron Tropfen
- Cholagogum N Nattermann
- Paverysat S Bürger
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