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Pfefferminze

Pfefferminze
Bild-Quelle: Meta Queins; Forschungsstelle für Gesundheitserziehung - Universität zu Köln, 1997

Name:
Pfefferminze
Botanischer Name:
Mentha x piperita LINNÉ var. piperita
Umgangssprachlicher Name:
Balsam
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Englische Minze
Balsme
Hausminz
Katzenkraut
Mutterkraut
Priminzen
Prominzen
Minze

Beschreibung:
Die bis zu 90 cm hohe, kahle Pfefferminze gehört zur Familie der Lippenblütler. Der holzig verdickte Wurzelstock treibt vierkantige, höchstens im oberen Teil verzweigte, aufrechte oder aufsteigende Stengel. Die Pflanze vermehrt sich vorwiegend durch oberirdisch kriechende Ausläufer. Die oft rötlich überlaufenen Sprosse sind meist fast kahl und glänzend oder zerstreut behaart. Die tiefgrünen, gegenständigen Laubblätter sind schmaleiförmig bis lanzettlich, spitz und gestielt. Sie haben einen scharf gesägten Rand und 5 bis 8 Paar Seitennerven. Die gestielten, lilafarbenen Blüten stehen zahlreich in den Achseln von Tragblättern und bilden dichte oder am Grund unterbrochene meist rispiggehäufte, 3 bis 7 cm lange Scheinähren. Der glockige Kelch ist 2 mm lang, gleichmäßig fünfzähnig und schwach zweilippig. Die vierlappige, kaum lippige Krone ist deutlich länger als der Kelch. Die Früchte bestehen aus je 4 eiförmigen, einsamigen Nüßchen.
Blütezeit: Juni bis Juli
Sammelgut: Blätter
Sammelzeit: Juni bis Juli

Vorkommen:
Standort: Ausschließlich aus Kulturen (gemäßigtes Klima), sehr selten an Bächen wildwachsend.

Wirkung:
Direkte spasmolytische (krampflösende) Wirkung an der glatten Muskulatur des Verdauungstraktes; choleretisch (gallebildend) und karminativ (blähungstreibend) sowie antiseptisch.

Nebenwirkung:
  • Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch sind keine Nebenwirkungen zu erwarten.
  • Trinken des Tees über einen längeren Zeitraum und die innerliche Anwendung des ätherischen Öls kann zu Reizerscheinungen im Magen führen.
  • Menthol führt erst in Grammdosen zu Intoxikationen ("Vergiftung") mit Erbrechen, rauschartigen Zuständen, Benommenheit und Störung der Atmung.
  • Mentholhaltige Schnupfensalben sollten bei Säuglingen und Kleinkindern nicht in die Nasenlöcher eingestrichen werden (Kollapsgefahr, Asphyxie (Atemstörung,-stillstand), Dyspnoe (Atembeschwerden) möglich).
  • Anwendung:
    Anwendungsgebiete:
    Pfefferminzblätter: Krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und -wege.
    Dosierung und Art der Anwendung:
    Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Einnahme: 3 - 6 g Droge, 5 - 15 g Tinktur; Zubereitungen entsprechend.
    Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse, Auszüge aus Pfefferminzblättern zur inneren Anwendung.

    Besondere Hinweise:
  • Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden.
  • Der Tee und das ätherische Öl sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.
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    Wirkstoff/Droge:
    Pfefferminzblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Blättern von Mentha piperita LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält mindestens 1,2 % (V/m) ätherisches Öl. Weitere Inhaltsstoffe sind Lamiaceengerbstoffe.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
  • Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
  • "Die besseren Pillen - Band 2" ; Mosaik Verlag
  • Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart
  • Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag

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