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Lavendel
 Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997 |
- Name:
- Lavendel
- Botanischer Name:
- Lavandula angustifolia MILL.
- Umgangssprachlicher Name:
- Stöchaskraut
- Sonstige, umgangssprachliche Namen:
- Welscher Kümmel
- Arabischer Stöchas
- Römischer Thymian
- Beschreibung:
- Der zur Familie der Lippenblütler zählende Echte Lavendel ist ein starkverzweigter, teilweise verholzter, 20 bis 60cm hohe Halbstrauch, dessen Blätter graugrün, behaart, gegenständig, schmal und etwa achtmal so lang wie breit sind. Die in entfernt stehenden Scheinquirle sind in ährenartigen Blütenständen angeordnet. Die eiförmigen Hochblätter sind begrannt. Der breitröhrige, grauviolette Kelch hat sehr kurze Zähne. Die ca. 1 cm lange Krone ist außen filzig behaart und zweilippig. Die Unterlippe ist kürzer als die Oberlippe. Die Blüte besitzt vier in der Kronröhre eingeschlossene Staubblätter.
Blütezeit: Juni - August
Sammelzeit für Kraut und Blüten: Juli, August
- Vorkommen:
- Herkunft: Mittelmeergebiet
Verbreitung: Westliches Mittelmeergebiet bis Griechenland.
Standort: Sonnige Gegenden, kalkreiche Böden
- Wirkung:
- Bei innerlicher Anwendung wirkt die Arznei beruhigend und entblähend. Äußerlich wirkt Lavendelöl hautreizend.
- Nebenwirkung:
- Keine bekannt.
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Innerlich angewendet: Befindungsstörungen wie Unruhezustände, Einschlafstörungen, funktionelle Oberbauchbeschwerden (nervöser Reizmagen, ROEMHELD-Syndrom, Meteorismus, nervöse Darmbeschwerden).
In der Balneotherapie: Zur Behandlung von funktionellen Kreislaufstörungen.
- Dosierung und Art der Anwendung:
- Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Innerlich: Als Tee: 1 bis 2 Teelöffel voll Droge pro Tasse; Lavendelöl: 1 bis 4 Tropfen (ca. 20 bis 80 mg) z. B. auf ein Stück Würfelzucker.
Äußerlich: Als Badezusatz: 20 bis 100 g Droge auf 20 l Wasser.
Art der Anwendung: Als Droge zur Zubereitung eines Teeaufgusses, als Extrakt, sowie als Badezusatz.
- Besondere Hinweise:
- Ausreichende pharmakodynamische Untersuchungen an Mensch und Tier sind nicht bekannt.
- Kombinationen mit anderen beruhigend und /oder karminativ wirksamen Drogen können sinnvoll sein.
- In größeren Dosierungen (ab 1 g) bewirkt das ätherische Öl Somnolenz.
- Wirkstoff/Droge:
- Lavendelblüten, bestehend aus den kurz vor der völligen Entfaltung gesammelten und getrockneten Blüten von Lavandula angustifolia MILLER, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält mindestens 1,5 % (V/G) ätherisches Öl mit denHauptbestandteilen Linalylacetat, Linalool, Campher, ß-Ocimen und 1,8-Cineol. Weiterhin sind ca. 12 % Lamiaceengerbstoffe in der Droge enthalten.
- Literatur:
- Bundesanzeiger
- Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
- Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag
- Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
- "Die besseren Pillen - Band 2" ; Mosaik Verlag
- Präparate:
- Anti Stress Beruhigungs Bad (tetesept)
- Anti-Stress Bad (badedas)
- Entspannungsbad (tetesept)
- Frühmesner Badeöl (Haus Mönchhof Eremitage)
- Erkältungs Bad (Abtei)
- Rheumasalbe N (Brackal)
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