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Hopfen

Hopfen
Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

Name:
Hopfen
Botanischer Name:
Humulus lupulus LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Hupfe
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Hop
Hopfenkraut
Hopfenkühn
Hoppen

Beschreibung:
Der bis 6 m lange Hopfen ist ein zur Familie der Hanfgewächse zählendes, krautiges Schlinggewächs. Die rechtswindenden Triebe sind mit zahlreichen, kleinen Klimmhaken besetzt. Die gegenständigen, langgestielten Laubblätter besitzen eine rundliche bis eiförmige und tief eingeschnittene 3- bis 7-spaltige Blattspreite, mit herzförmigem Grund. Die grob stachelspitzig gezähnten Lappen sind auf der dunkelgrünen Oberseite rauh von dichtstehenden, angedrückten Borsten besetzt. Die Blattunterseite ist nur auf den Adern behaart und hellgrün gefärbt. Die Blattfläche ist mit kleinen, gelben, sitzenden Drüsen besetzt. Die Nebenblätter sind eirund, ganzrandig und mehr oder weniger verwachsen. Die männlichen und weiblichen Blüten sind auf verschiedenen Pflanzen zu finden. Die bis zu 3 mm langen, fünfzähligen männlichen Blüten stehen in lockeren, rispenartigen, blattachselständigen Trugdolden. Sie besitzen weißlich-grüne, stumpfe Blütenhüllblätter und 5 kurzfädige Staubblätter, die mit den aufrechten Staubbeuteln die Blütenhülle nicht überragen. Die weiblichen Blüten stehen in zapfenartigen, gestielten Blütenständen. Sie stehen zu viert in der Achsel eines vielfach fehlenden Hochblattes. Die herzförmig zugespitzten, verwachsenen Nebenblätter des Hochblattes vergrößern sich bei der Reife zu einer bis 2 cm langen Fruchtschuppe. Die Fruchtschuppen verfärben sich von gelbgrün zu gelbbraun und sind am Grund mit gelben Harzdrüsen besetzt. Jede Blüte ist von einem großen, bis 2 cm langen, ovalen Tragblatt umgeben, das den Fruchtknoten umschließt. Dieser entwickelt sich zu einer bis 6 mm langen, hellen Nuß.
Blütezeit: Juli bis August
Sammelgut: Fruchtstände
Sammelzeit: August

Vorkommen:
Herkunft: Gemäßigte Zonen Europas, Westasiens
Standort: Auwälder, Erlenbrüche; Anbau der weiblichen Kulturpflanzen in gemäßigtem Klima

Wirkung:
Die Droge wirkt sedativ (beruhigend) und schlaffördernd.

Nebenwirkung:
Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Befindungsstörungen wie Unruhe und Angstzuständen, Schlafstörungen.
Dosierung und Art der Anwendung:
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Einzelgabe der Droge 0,5 g.
Art der Anwendung: Geschnittene Droge, Drogenpulver oder Trockenextraktpulver für Aufgüsse oder Abkochungen oder andere Zubereitungen.
Flüssige und feste Darreichungsformen zur innerlichen Anwendung, äußerlich in Form von Badezusätzen.

Besondere Hinweise:
Kombinationen mit anderen sedativ (beruhigend, schmerzstillend) wirkenden Drogen können sinnvoll sein.

Wirkstoff/Droge:
Hopfenzapfen, bestehend aus den getrockneten Fruchtständen von Humulus lupulus LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
Die Droge enthält mindestens 0,35 % (V/G) ätherisches Öl, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Flavonoide.

Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Schmeil, Fitschen "Flora von Deutschland" ; Quelle & Meyer Verlag Heidelberg
  • Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart
  • Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag
  • Bad Heilbrunner Schlaf und Nerven Tee

    Präparate:
  • Bad Heilbrunner Schlaf- und Nerventee (tassenfertig)
  • "Stressfreier Tag" Baldrian Hopfen Heilpflanzen Dragees (Bad Heilbrunner)
  • Baldrian-Hopfen Dragees (Solaguttae)
  • Baldrian Dragees N mit Hopfen (Zirkulin)
  • Einschlafkapseln (Kontor 7)
  • Energie-Tonikum - flüssig (Doppel Herz)
  • Nervenruh forte N Beruhigungs-Dragées (Knufinke)
  • Vital Tonikum N - flüssig (Doppel Herz)

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