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Eiche, Stiel- u.a. Arten
 Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997 |
- Name:
- Eiche, Stiel- u.a. Arten
- Botanischer Name:
- Quercus robur LINNÉ u. a. Arten
- Umgangssprachlicher Name:
- Eck
- Sonstige, umgangssprachliche Namen:
- Eiche
- Eckenboom
- Eckelboom
- Ach'n
- Eke
- Heister
- Traubeneiche
- Steineiche
- Wintereiche
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- Stieleiche:
- Sommereiche
- Beschreibung:
- Die Stieleiche ist ein bis zu 50 m hoher Baum aus der Familie der Buchengewächse mit einer kräftigen Pfahlwurzel, starken Seitenwurzeln und einer mächtigen, unregelmäßigen, starkästigen Krone. Die anfangs noch glatte, grünliche Rinde des im Durchmesser bis über 1,50 m dicken Stammes, geht in eine tiefrissige, graubraune Borke über. Die wechselständigen, 8 - 15 cm langen, buchtig-fiederlappigen (jederseits mit 5 - 6 stumpfen Lappenund stumpfen, unregelmäßigen, tiefen Buchten) Laubblätter haben einen 2 - 7 mm langen, kahlen Stiel. Sie sind oberseits glänzend und grün, unterseits matt, blaugrün und seidig behaart; später werden sie derb und sind nur noch auf den Blattnerven behaart. Die kleinen Nebenblätter fallen relativ früh ab. Die 2 - 4 cm langen männlichen Kätzchen sind lockerblütig und hängend. Ihre Einzelblüten besitzen eine 5- bis 7teilige gelbgrüne Blütenhülle mit 5 - 7 Staubblättern. Die einzeln oder zu 2 - 5 auf einem gemeinsamen, langen Stiel entfernt ährig sitzenden weiblichen Blüten, haben 3 auf dem Fruchtknoten sitzende, rötlich gefärbte Narben. Die länglich-eiförmige, zugespitzte, 2 - 3 cm lange Frucht (Eichel), ist im unteren Teil von einem mit festanliegenden Schuppen bedeckten Becher eingeschlossen. Die Traubeneiche hat einen schlankeren Stamm und eine regelmäßigere Krone als die Stieleiche. Der gemeinsame Stiel der weiblichen Blüten ist nicht so lang. Die kahlen Knospen sind länger und spitzer.
Blütezeit: Mai
Sammelgut: Rinde, Früchte
Sammelzeit:
- Rinde - März bis April
- Früchte - Oktober
- Vorkommen:
- Herkunft: Europa, Kleinasien
Standort: Wälder
- Wirkung:
- Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend) und virustatisch (Vermehrung von Viren hemmend).
- Nebenwirkung:
- Bei bestimmungsgemäßen Gebrauch keine.
Gegenanzeigen können bei äußerer Anwendung großflächige Hautschäden sein.
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Chronische Hautkrankheiten (z. B.: Bäckerekzeme), Frostbeulen, Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür), Hämorrhoiden.
- Dosierung und Art der Anwendung:
- Dosierung: 2 Eßlöffel zerkleinerte Eichenrinde mit 500ml Wasser eine Viertelstunde kochen, dann abgießen und durchseihen.
Art der Anwendung: Voll- und Sitzbäder
- Besondere Hinweise:
- Eichenrinden-Vollbäder sind nicht anzuwenden bei nässenden, großflächigen Ekzemen, Hautverletzungen oder großflächigen Hautschäden.
- Ebenfalls nicht bei bestehender Herzinsuffizienz, Hypertonie und bei fieberhaften und infektiösen Erkrankungen.
- Von der Verwendung bei Darm- und Magenbluten, Bluthusten und Bluterbrechen ist abzuraten.
- Eichenrinde sollte man sich aus der Apotheke besorgen.
- Wirkstoff/Droge:
- Die Droge enthält Gerb- und Bitterstoffe.
- Literatur:
- Bundesanzeiger
- Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
- Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
- Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
- Schmeil, Fitschen "Flora von Deutschland" ; Quelle & Meyer Verlag Heidelberg
- Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart
- Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag
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