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Eibisch

Eibisch
Bild-Quelle: Bohumir Hlava; Dagmar Lanska: Lexikon der Küchen- und Gewürzkräuter. Herrsching: Pawlak

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Name:
Eibisch
Botanischer Name:
Althaea officinalis LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Altheewurzel
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Heilwurz
Samtpappel
weiße Malve
weiße Pappel
Rosenmalve
Ibisch
Ispe
Hülfwurz
Hüffwurzel
Altthee
alter Thee
alte Eh

Beschreibung:
Diese zu der Familie der Malvengewächsen zählende Pflanze ist eine bis 1,50 m hohe ausdauernde, filzig behaarte Staude. Die zu Beginn spindelförmige Wurzel wird später durch einen waagerechten, fingerdicken, ästigen Wurzelstock ersetzt. Aus diesem treiben mehrere aufrechte, einfache oder wenig verzweigte, innen röhrige, runde Stengel aus. Die 6 - 12 cm langen und 3 - 8 cm breiten Blätter sind wechselständig, kurzgestielt, dick, graugrün und seidig glänzend. Die unteren sind dreieckig-herzförmig, mit 3 - 5 spitzen Lappen, die oberen eiförmig und schwachgelappt oder grobgezähnt. Die früh abfallenden Nebenblätter sind lineal und bis zum Grund geteilt. Die hellrosa, kurzgestielten Blüten sind endständig oder stehen in den Blattachseln in wenigblütigen Trauben. Der Außenkelch ist 8 bis 10teilig, der innere Kelch ist 5teilig, die Zipfel sind lanzettlich und zugespitzt. Die 5 am Grund bärtigen, 1,5 bis 2 cm großen Blütenkronblätter sind verkehrt-herzförmig. Die mit dem unteren Teil der Staubfäden verwachsenen, zahlreichen, bis 12 mm langen Staubgefäße, haben purpurrote Staubbeutel. Aus den Fruchtknoten gehen zahlreiche filzige, am Rand abgerundete Früchtchen hervor. Die Samen sind nieren- bis halbmondförmig.
Blütezeit: Juli bis September
Sammelgut: Wurzel, Blätter
Sammelzeit:
  • Wurzel - Oktober bis November
  • Blätter - Mai bis Juni
  • Vorkommen:
    Herkunft: Europa, Westasien
    Standort: Feuchte Wiesen, besonders auf salzhaltigen Böden; Ostseeküste und Salzstellen des Binnenlandes.

    Wirkung:
    Die Droge wirkt reizlindernd; sie hemmt die Aktivität der Flimmerhaare in den Bronchien.

    Nebenwirkung:
    Die Resorption anderer, gleichzeitig eingenommener Arzneimittel kann verzögert werden.

    Anwendung:
    Anwendungsgebiete:
    Anwendungsgebiete:
  • Enzündungen im Mund und Rachenraum und damit verbundener Reizhusten.
  • Leichte Enzündung der Magenschleimhaut.(Pharyngitis (Rachenkatarrh), Tracheitis (Luftröhrenentzündung), Bronchitis, selten bei Gastro-Enteritis.
  • Dosierung und Art der Anwendung:
    Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Tagesdosis: 6 g Droge ; Zubereitungen entsprechend
    Eibischsirup: 10 g (Einzeldosis) äußerlich als Kataplasma (Salbe)
    Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für wäßrige Auszüge sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.
    Hinweis:
    Als Sirup nur bei Schleimhautentzündungen anwenden.

    Besondere Hinweise:
    Diabetiker müssen den Zuckergehalt von (nach Angabe des Herstellers) ... % (entsprechend ... Broteinheiten) berücksichtigen.

    Wirkstoff/Droge:
    Eibischwurzel, bestehend aus den getrockneten, ungeschälten oder geschälten Wurzeln von Althaea officinalis LINNÉ, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält Schleimstoffe.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Inge Lindt "Naturheilkunde" ; Buch und Zeit Verlags GMBH Köln
  • Maurice Mességué "Das Mességué Heilkräuter Lexikon" ; Verlag Fritz Molden
  • Schmeil, Fitschen "Flora von Deutschland" ; Quelle & Meyer Verlag Heidelberg
  • Dörfler, Roselt "Unsere Heilpflanzen" ; Frankh Verlag Stuttgart
  • Dieter Podlech "GU-Naturführer - Heilpflanzen" ; Gräfe und Unzer Verlag

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