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Chinarindenbaum

Chinarindenbaum
Bild-Quelle: Kruedener, Stephanie u. a.: Arzneipflanzen altbekannt und neu entdeckt. Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem, 1993

Name:
Chinarindenbaum
Botanischer Name:
Cinchona pubescens VAHL.
Umgangssprachlicher Name:
Chinarindenbaum
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
Cinchona succiruba PAVON

Beschreibung:
Die Chinarinde ist ein dicht belaubter Baum, der bis zu 25 m hoch werden kann. Junge Zweige sind weichhaarig und haben eine helle Rinde. Die Rinde älterer Teile ist rotbraun und von tierissiger Borke bedeckt. Rindensaft ist rötlich verfärbt. Die gegenständigen Blätter sind dünn und ganzrandig. Auf der Oberseite glänzen sie dunkelgrün, die Unterseite ist matt und manchmal rötlich. Der Kelch der Blüten ist becherförmig, fünfzipfelig und purpurfarbig. Die röhrige Krone besitzt 5 weichhaarige Zipfel, die tellerförmig ausgebreitet sind. Die Frucht ist eine längliche, beiderseits zugespitzte Kapsel. Die Samen sind sehr klein, bräunlich, flach und haben einen breiten Saum.

Vorkommen:
Herkunft: Osthänge der Anden; Indonesien, tropisches Afrika

Wirkung:
Die Droge wirkt Magensaft- und Speichelsekretion fördernd.

Nebenwirkung:
Gelegentlich können nach Einnahme von chininhaltigen Arzneimitteln Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautallergien oder Fieber auftreten. In seltenen Fällen ist eine erhöhte Blutungsneigung durch Verminderung der Blutplättchen zu beobachten (Thrombocytopenie). In diesen Fällen ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine Sensibilisierung gegen Chinin oder Chinidin ist möglich.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Appetitlosigkeit, dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.
Dosierung und Art der Anwendung:
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet: Tagesdosis:
1 bis 3 g Droge; 0,6 bis 3 g Chinafluidextrakt mit 4 bis 5 % Gesamtalkaloiden; 0,15 bis 0,6 g Chinaextrakt mit 15 bis 20 % Gesamtalkaloiden; Zubereitungen mit entsprechendem Bitterwert.
Art der Anwendung:
Zerkleinerte Droge sowie andere, bitterschmeckende galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise:
  • Gegenanzeigen: Schwangerschaft; Überempfindlichkeit gegen Cinchona- Alkaloide wie Chinin oder Chinidin.
  • Wechselwirkung mit anderen Mitteln: Bei gleichzeitiger Gabe von Wirkungsverstärkung von Antikoagulantien.
  • Wirkstoff/Droge:
    Chinarinde, bestehend aus der getrockneten Rinde von Cinchona pubescens VAHL (synonym Cinchona succirubra PAVON ex KLOTSCH) oder von deren Varietäten und Hybriden, sowie Zubereitungen aus Chinarinde in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält Alkaloide und andere Bitterstoffe.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Deutschmann, F.; Hohmann, B; u.a. "Pharmazeutische Biologie"; 3.Aufl., Gustav Fischer Verlag Stuttgart 1992

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