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Calcium
 Bild-Quelle: Forschungsstelle für Gesundheitserziehung (Universität Köln), Dieter Krach, 1995-1996 |
- Name:
- Calcium
- Beschreibung:
- In die organische Knochensubstanz des menschlichen Skeletts sind ungefähr 99 % des Calciumbestandes eingelagert. Die an Phosphationen gebundenen Calciumionen sorgen für die Festigkeit der Knochen. Neugeborene haben ca. 25 bis 30 g Calcium, Erwachsene ca. 1 bis 1,5 kg Calcium in Knochen und Zähnen eingelagert. Auch im Gewebe und in den Organen ist Calcium gespeichert. Die Körperflüssigkeiten enthalten Calcium überwiegend in Form von Ca 2+ - Ionen. Das Blut transportiert Calciumionen zu den Knochen, wo es eingelagert wird. Dieser sogenannte Calciumturnover sinkt mit zunehmendem Alter. Die hormonell geregelte Ausscheidung von Calcium erfolgt über die Harnausscheidung und Schweißabsonderungen. Calcium wird im Dünndarm durch die Darmwand resorbiert. Dabei wirken folgende Faktoren fördernd:
- Vitamin D (stärkste Beeinflussung)
- Eiweißstoffe
- Citronensäure
- Lactose
Die Resorption von Calcium wird durch folgende Faktoren gehemmt:
- Oxalsäure
- Phytin/Phytat
- fettreiche Ernährung (ungesättigte Fettsäuren)
- Proteine
- übermäßige Kochsalzaufnahme
- hoher Kaffeekonsum
- übermäßiger Alkoholgenuß
- Vorkommen:
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), Eigelb und grüne Gemüse.
- Wirkung:
- Aufbau von Knochen und Zähnen
- Beeinflussung der Permeabilität der Zellmembranen, durch Verhinderung des Transportes von Wasser und anderen Stoffen durch die Zellmembran, dadurch entzündungs- und blutungshemmend
- normale Erregbarkeit von Muskeln und Nerven
- Beeinflussung der Herztätigkeit
- Beteiligung an der Blutgerinnung
- Nebenwirkung:
- XXX
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Hypocalcämie (Calciumunterversorgung): Auswirkungen:
- starke Krämpfe (= Tetanie)
- Knochenerweichung
- Knochenentkalkung (Rachitis, Osteomalazie)
- Osteoporose: Therapie durch Calciumsubstitution
- Prophylaktische Einnahme bei Sonnenallergie
- Hinweis:
- Säuglinge, Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und ältere Menschen (besonders Frauen) haben einen erhöhten Calciumbedarf.
- Besondere Hinweise:
- Eine phosphatreiche Nahrung führt zu einer Behinderung der Calciumaufnahme. Dies kann längerfristig zu Osteoporose führen. Calciumpräparate sollten nicht ohne den Rat eines Arztes eingenommen werden, da zum Beispiel die Gefahr der Überdosierung besteht.
- Bedarf:
- Deckung der empfohlenen Mineralstoffzufuhr für Calcium:
bei > 2500 kcal/Tag (F)
bei > 3000kcal/Tag (M)
Empfehlungen (pro Tag):
- < 1 Jahr: 0,5 g
- > 1 < 10 Jahre: 0,6 - 0,8 g
- > 10 < 15 Jahre: 0,9 - 1,0 g
- > 15 < 19 Jahre: 1,2 g
- > 19 < 51 Jahre: 0,9 - 1,0
- > 51 Jahre: 0,8 g<
- Schwangere: 1,2 g
- Stillende: 1,3 g
- Literatur:
- Cornelia A. Schlieper, Grundfragen der Ernährung, 11. Auflage, Verlag Dr. Felix Büchner, Hamburg, 1992
- Frank Schulte u. a., Osteoporose II (Ernährung), Schneiderverlag Hohengehren, Baltmannsweiler, 1995
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