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Boldo
- Name:
- Boldo
- Botanischer Name:
- Peumus boldus MOL.
- Umgangssprachlicher Name:
- Boldo
- Sonstige, umgangssprachliche Namen:
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- Beschreibung:
- Der Boldo ist ein immergrüner Baum oder Strauch von bis zu 6 m Höhe. Er wächst meist auf trockenen Böden. Seine graugrünen Blätter sind 6 cm lang und 3 cm breit, kurz gestielt, ledrig, ganzrandig, eiförmig bis elliptisch und am Rand nach unten gewölbt. Die Unterseite der Blätter ist glatt, jedoch treten die Nerven stark hervor. Ihre Oberseite zeigt helle Höckerchen. Die Blätter riechen mitunter nach Pfefferminze oder Kampfer.
- Vorkommen:
- Herkunft: Chile
- Wirkung:
- Die Droge wirkt spasmolytisch (krampflösend), choleretisch (Gallenabsonderung in den Leberzellen anregend) und steigert die Magensaftsekretion.
- Nebenwirkung:
- Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.
- Anwendung:
Anwendungsgebiete:
- Lleichte, krampfartige Magen-Darm-Störungen; dyspeptische (Verdauungs-) Beschwerden
- Dosierung und Art der Anwendung:
- Dosierung: Soweit nicht anders verordnet:
Mittlere Tagesdosis: 3,0 g Droge; Zubereitung entsprechend
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Aufgüsse sowie andere, praktisch askaridolfreie Zubereitungen zum Einnehmen.
- Besondere Hinweise:
- Gegenanzeigen: Verschluß der Gallenwege, schwere Lebererkrankungen, bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden. Hinweis: Aufgrund des Askaridolgehalts dürfen das ätherische Öl sowie Destillate aus Boldoblättern nicht verwendet werden.
- Wirkstoff/Droge:
- Boldoblätter, bestehend aus den getrockneten Laubblättern von Peumus boldus MOLINA sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält mindestens 0,1 Prozent Alkaloide, berechnet als Boldin sowie Flavonoide.
- Literatur:
- Bundesanzeiger
- Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
- Pahlow "Das große Buch der Heilpflanzen"; Gräfe u. Unzer GmbH München 1979
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