Bad Heilbrunner   Forschungsstelle für Gesundheitserziehung Bad Heilbrunner Gesundheitsdatenbank Ihre Servicedatenbank zu den Themenbereichen Selbstmedikation, Heilpflanzen, Gesundheit und Umwelt!
» Startseite   » Selbstmedikationsdatenbank   » Bittersüß

Bittersüß

Bittersüß

Name:
Bittersüß
Botanischer Name:
Solanum dulcamara LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Bittersüßer Nachtschatten
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
---

Beschreibung:
Der Bittersüß gehört zu den Nachtschattengewächsen und kann bis zu 2 m hoch werden.
Der Stengel ist im unteren Teil stark verholzt und kletternd. Die Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, gestielt und an beiden Seiten zerstreut kurzhaarig. Am Grund sind die Blätter häufig herzförmig oder mit 1-2 abgeteilten Abschnitten, die weiteren Blätter sind ganzrandig. Die Blüten sind meist hängend in langgestielten, rispenartigen, tragblattlosen Blütenständen vorzufinden. Der Kelch bleibt bis zur Fruchtreife erhalten und ist 5zähnig mit rundlich-eiförmigen Zähnen. Die Krone ist am Grund verwachsen und 0,8 - 1,2 cm breit. Die 5 lanzettlichen, spitzen Zipfel sind später zurückgebogen. Die 5 Staubblätter besitzen goldgelbe Staubbeutel und die Frucht ist eine eiförmige, leuchtendrote, hängende Beere mit zahlreichen Samen.

Vorkommen:
Herkunft: Europa, Nordafrika, ost- und Westasien, Nordamerika

Wirkung:
Die Droge wirkt adstringierend (zusammenziehend), antimikrobiell (gegen Mikroben wirkend), schleimhautreizend, Steroidalkaloide: anticholinerg, Solasodin: antiphlogistisch

Nebenwirkung:
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Zur unterstützenden Therapie bei chronischem Ekzem.
Dosierung und Art der Anwendung:
Einnahme: Tagesdosis 1 bis 3 g Droge. Zubereitung entsprechend.
Äußere Anwendung: Aufgüsse oder Abkochungen entsprechend 1 - 2 g Droge auf ca. 250 ml Wasser.
Art der Anwendung: Zerkleinerte Droge für Teeaufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen sowie für Umschläge und Waschungen.

Besondere Hinweise:
Keine

Wirkstoff/Droge:
Bittersüßstengel, bestehend aus den getrockneten 2 - 3 jährigen, im Frühjahr vor dem Austreiben der Blätter oder im Spätherbst nach dem Abfallen der Blätter gesammelten Stengel von Solanum dulcamara LINNE, sowie deren Zubereitungen in wirksamer Dosierung. Die Droge enthält Gerbstoffe, Steroidalkaloide und Steroidsaponine.

Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage ; Gustav Fischer Verlag
  • Dörfler, Friedrich; Roselt, Gerhard "Unsere Heilpflanzen"; Frank'sche Verlagshandlung, Stuttgard  1965
  • Podlech, Dieter "GU Naturführer Heilpflanzen", 3. Aufl.; Gräfe u. Unzer GmbH, München  1991

  • ... zurück zum Anfang der Seite


    » Links   » Lesezeichen   » Impressum   » Disclaimer/Haftungsausschluss