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Artischocke

Artischocke
Bild-Quelle: Kremer, Bruno P.; Institut für Biologie und ihre Didaktik; Universität zu Köln; 1995-1997

Name:
Artischocke
Botanischer Name:
Cynara scolymus LINNÉ
Umgangssprachlicher Name:
Artischocke
Sonstige, umgangssprachliche Namen:
---

Beschreibung:
Diese bis zu 1,50 m hohe, zur Familie der Korbblütengewächse zählende kräftige Pflanze mit kräftigem Wurzelstock, bildet im ersten Jahr eine Blattrosette und treibt im zweiten Jahr einen aufrechten Stengel. Die großen bestachelten Blätter sind tief fiederschnittig, ohne Stiel am Stengel sitzend, oberseits grün und unterseits etwas heller. Die faustgroßen, einzeln stehenden Blütenköpfe bestehen an der Basis aus einer kugeligen Hülle aus breiten, zugespitzten, im unteren Teil fleischigen Hüllblättern. Die zahlreichen, fünfzipfeligen Röhrenblüten leuchten blau, der Blütenboden ist fleischig.

Vorkommen:
Herkunft: Ursprünglich Äthiopien; Mittelmeerländer.
Standort: Kulturpflanze

Wirkung:
Die Droge wirkt choleretisch (Gallenabsonderung in Leberzellen anregend), cholekinetisch (Gallenblasenentlehrung anregend) und lipidsenkend (fettgehaltsenkend).

Nebenwirkung:
Keine bekannt.

Anwendung:
Anwendungsgebiete:
Die Droge findet Anwendung bei dyspeptischen (Verdauungs-)Beschwerden.
Dosierung und Art der Anwendung:
Dosierung: Soweit nicht anders verordnet:
Mittlere Tagesdosis 6 g Droge; Zubereitungen entsprechend.
Art der Anwendung: Getrocknete, zerkleinerte Droge, Frischpflanzensaft sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Besondere Hinweise:
  • Gegenanzeigen: Bekannte Allergie gegen Artischocken und andere Korbblütler; Verschluß der Gallenwege.
  • Bei Gallensteinleiden nur nach Rücksprache mit einem Arzt anzuwenden.
  • Wirkstoff/Droge:
    Artischockenblätter, bestehend aus den frischen oder getrockneten Laubblättern von Cynara scolymus LINNÉ, sowie deren Zubereitung in wirksamer Dosierung.
    Die Droge enthält Kaffeoylchinasäurederivate wie Cynarin, Flavonoide und Bitterstoffe. In den frischen Blättern ist Cynarin nur in Spuren vorhanden, es entsteht jedoch während des Trocknens sowie bei der Extraktherstellung.

    Literatur:
  • Bundesanzeiger
  • Braun, Frohne "Heilpflanzenlexikon", 6. Auflage; Gustav Fischer Verlag
  • Präparate:
  • Bad Heilbrunner Galle-Dragee mit Artischocke
  • Artischocken Dragees (Klosterfrau)
  • Galle-Dragee mit Artischocke (Abtei)
  • Galle-Dragee mit Artischocke (Zirkulin)
  • Hepar SL forte Kapseln (Sertürner)

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