Alle Unterrichtsentwürfe mit den verschiedenen naturwissenschaftlichen Zugängen finden sie hier als Download!
Heilpflanzen im biologisch - morphologischen Kontext
Heilpflanzen im biologisch - systematischen Kontext
Heilpflanzen im mathematischen Kontext
Heilpflanzen im physikalisch - chemischen Kontext
Literaturverzeichnis
Heilpflanzen im Mittelalter „Das Benediktbeurer Receptar“
Ein Unterrichtskonzept
bereitgestellt von
Herrn Prof. Dr. Klaus Klein, Frau Kerstin Forschelen und Frau Bina Perl
Institut für Biologie und ihre Didaktik
Universität zu Köln
Vorwort
Schon seit Anbeginn der menschlichen Zivilisation wurden die heilenden Kräfte der Natur in den unterschiedlichen Kulturkreisen dazu verwendet Krankheiten zu bekämpfen. Oblag die Aufgabe der Versorgung kranker Menschen zunächst den Medizinmännern und Schamanen der Naturvölker, widmeten sich insbesondere auch die Ärzte der Antike dem Studium der Natur. Ihre Erkenntnisse bereichern unser Wissen bis in die heutige Zeit, selbst wenn noch zahlreiche Aspekte ungeklärt sind und somit weiterer Recherchen antiker Schriften bedürfen.
Die Kenntnisse darüber, welche Heilpflanze bei welcher Krankheit anzuwenden ist, war ein Entwicklungsprozess, der über einen langen Zeitraum hinweg andauerte. Neben der Intuition spielten sicherlich auch empirische Beobachtungen (als Versuchs- und Irrtumsprinzip) eine große Rolle. Das jeweils erlangte und erweiterte Wissen wurde schließlich in allen Kulturkreisen bewahrt und zunächst mündlich, später auch in schriftlicher Form von Generation zu Generation weitergegeben.
Ein Beispiel einer schriftlichen Überlieferung stellt das Benediktbeurer Receptar dar, welches als ein Zeugnis der mittelalterlichen Klosterheilkunde Gegenstand dieser Arbeit sein soll. Um dem Receptar angemessen zu begegnen und seine Entstehung verstehen zu können, wird zunächst ein historischer Abriss zur Klostermedizin dargestellt. Da der Schwerpunkt der Klostermedizin in der Pflanzenheilkunde liegt, wird im Verlauf der Arbeit auf die Grundzüge der modernen Pflanzenheilkunde – der sogenannten Phytotherapie – und ebenso auf die biologischen Grundlagen der Wirkstoffe, verwendeten Pflanzenbestandteile und Zubereitungsformen eingegangen.
Nach Biozahl 2008 ist jede fünfte Farn- oder Blütenpflanzenart der Welt eine Heilpflanze. Dies entspricht mehr als 80.000 der lebenden Pflanzenarten. Schätzungen zufolge sind heute jedoch wahrscheinlich über 15.000 dieser Arten in unterschiedlichem Grad in ihrem Bestand gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht.1 Diese alarmierende Zahl macht den Themenkomplex der Heilpflanzen zu einem wichtigen Thema, welches auch in der Schule behandelt werden sollte. Besonders in einer Zeit, in der pflanzliche Heilmittel durch die verstärkte Nachfrage der Bevölkerung wieder mehr in den Vordergrund gerückt sind, erscheint es sinnvoll, den Schülerinnen und Schülern die Wirkungsweise von Pflanzenheilmitteln näherzubringen und ihren enormen Wert für den Menschen zu verdeutlichen. Darüber hinaus kann man am Beispiel der Heilpflanzen z. B. im Rahmen der Umwelterziehung eine Sensibilisierung für diesen überaus wertvollen Schatz der Natur erreichen und in diesem Zuge das Verhältnis von Schutz durch den Menschen sowie Nutzen für den Menschen vermitteln. Denn wie die Pflanzenheilkunde zeigt, liegt es im Interesse Aller, die Artenvielfalt und somit auch die noch nicht erforschten Heilwirkungen der Arten zu erhalten.
Am Ende der Arbeit soll anhand des Benediktbeurer Rezeptars eine sinnvolle Behandlung der Heilpflanzenthematik mit ausgewählten Pflanzen in einem Unterrichtskonzept für die Primar- und Sekundarstufe I vorgestellt werden.
Das vollständige Unterrichtskonzept über das Thema "Heilpflanzen im Mittelalter" finden sie hier als Download!
Heilpflanzen im Mittelalter „Das Benediktbeurer Receptar“
Materialband
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